In den vergangenen Tagen häufen sich Pressemeldungen, wonach Kerzen, insbesondere solche aus Paraffin, anscheinend schädliche Mengen an Innenraumschadstoffen und sogar Karzinogenen freisetzen könnten. Alle diese Meldungen gehen auf eine Studie von zwei Forschern der South Carolina State University* zurück, die vergangene Woche präsentiert wurde.
Die Gütegemeinschaft Kerzen - wie auch andere internationale Verbände- zweifelt den wissenschaftlichen Wahrheitsgehalt dieser Studie stark an. Die Aussagen der Dres. Massoudi und Hamadi sind völlig gegensätzlich zu allen bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu diesem Thema. Es wurden keinerlei Daten zur Verfügung gestellt, die eine Nachprüfung ermöglichen, und die Schlussfolgerungen basieren auf unbestätigten Annahmen. Bisher hat keine einzige, seriöse wissenschaftliche Untersuchung gezeigt, dass von irgendeinem Kerzenwachs, inklusive Paraffin, eine Gefahr für die menschliche Gesundheit ausgehen kann. Allenfalls eine stark rußende Kerzenflamme oder Kerzenrohstoffe von minderer Qualität könnten Risken bergen.
In einer verlässlichen internationalen Studie aus dem Jahr 2007 wurden Kerzen aus allen wichtigen Kerzenwachsen geprüft und deren Verbrennungsprodukte auf mehr als 300 relevante Substanzen hin untersucht, die bei höheren Konzentrationen giftig, gesundheitsschädlich oder atemwegsreizend sind oder auch nur in diesem Verdacht stehen. Die Studie hat eindeutig bewiesen, dass die Kerzen aus allen Wachsen sauber und sicher brennen. Auch bestehen keine nennenswerten Unterschiede im Brennverhalten, vergleicht man die unterschiedlichen Brennmassen. Die Verbrennungsprodukte der unterschiedlichen Kerzen sind hinsichtlich Zusammensetzung und Konzentration nahezu identisch und liegen sehr weit unterhalb der strengsten weltweit anwendbaren Richt- und Grenzwerte für den Innenraum.
Mit dem Gütezeichen Kerzen sind Sie auf der sicheren Seite
Mit einem Schadstoffausstoß muss nur dann gerechnet werden, wenn minderwertige Rohstoffe eingesetzt werden oder die Flamme der Kerze sichtbar rußt. Beides ist bei Kerzen mit dem RAL Gütezeichen nicht möglich.
Ein Produkt darf das Gütezeichen nur dann tragen, wenn die sehr strengen Reinheitsanforderungen an die eingesetzten Rohstoffe zu jeder Zeit eingehalten werden. Bedenkliche Mengen an Schadstoffen wie Benzol, Toluol, Schwefel, Schwermetallen oder Azofarbstoffen sind somit ausgeschlossen.
Daneben müssen alle Kerzen bereits bei der Entwicklung und später auch regelmäßig während der Produktion nachweislich einwandfrei brennen, d. h. sie dürfen beispielsweise weder rußen noch tropfen.
Neben der Eigenüberwachung durch den Hersteller findet auch regelmäßig eine Fremdüberwachung durch einen neutralen vereidigten Sachverständigen statt, der die lückenlose Dokumentation des Herstellers überprüft und Proben für die folgende Untersuchung durch ein akkreditiertes Labor entnimmt.
Durch diese seit vielen Jahren bewährte Gütesicherung erhalten Sie bei Kerzen mit dem RAL Gütezeichen stets beste Qualität und können diese also auch weiterhin guten Gewissens als stimmungsvolle Illumination verwenden ohne dass Sie irgendwelche Nachteile für Ihre Gesundheit befürchten müssten.
* Emission products of petroleum-based candles, Ruhullah Massoudi und Amid Hamidi, South Carolina State University, Präsentation auf einer Fachtagung der American Chemical Society, 14:15-14:35 Uhr, 19. August 2009, Washington DC.
Die Arbeit wurde finanziert durch einen Zuschuss des US Landwirtschaftsministeriums innerhalb eines Projekts mit dem Titel Soybean Candles for a Healthy Life and Well Being.
Meldung vom 11.05.2010
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